Verfasst von: Juli. | 1. Dezember 2017

Rückblick: Sicherheitsschloss

Israels Flughafen in Tel Aviv gilt als der sicherste der Welt und während ich mich innerhalb des Landes eher über die oberflächlichen Taschenkontrollen beim Betreten der Universität, des Bahnhofes, eines Einkaufszentrums, ja wahrscheinlich sämtlicher öffentlicher Gebäude amüsiert habe, war es am Flughafen wirklich ernst. Reißverschluss auf und einmal in die Tasche geguckt, so wie im Rest des Landes? Nein, so einfach war es hier nicht. An jeder Sicherheitskontrolle wurde ich gefragt, ob ich meinen Koffer allein gepackt habe, ob ich ihn unbeaufsichtigt irgendwo stehen lassen habe oder ob mir irgendjemand in Israel etwas gegeben hat, dass sich jetzt in meinem Koffer befindet. Ich frage mich, wer bei diesen Fragen „Ja.“ sagen würde. Doch das war erst der Anfang, obwohl ich nicht viel Gepäck hatte und alles als Handgepäck hätte mitnehmen können, war ich im Endeffekt froh mich dafür entschieden zu haben, mein Gepäck doch aufzugeben. Das erwies sich als eine sehr gute Entscheidung, denn beim Sicherheitscheck wurde alles kontrolliert. Alles! Jede Seitentasche, jeder Inhalt von Beuteln. Ein kompletter Verlust der Privatsphäre. Nacktscanner können dann auch nicht mehr viel schlimmer sein…

Beim Umsteigen in Istanbul dann das komplette Gegenteil. Die Dame vor mir musste ihre 0.5 Liter Wasserflasche entsorgen, während die noch fast volle 1,5 Liter Flasche des Herrn vor gut sichtbar an der Außenseite seines Rucksacks unentdeckt blieb.

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