Verfasst von: Juli. | 25. April 2016

48 h Budapest (2)

Der zweite Tag begann wie der erste aufgehört hatte. Es war kalt und es regnete. Nach einem kurzen Frühstücksshoppen in einer um die Ecke liegenden Markthalle – Ach, wie schön es wäre einen Markt oder eine Markthalle direkt vor dem Haus zu haben und dort jeden Morgen, genau das worauf man Lust zum Frühstück hat, einzukaufen – wagten wir uns raus. Nachdem der gestrige Tag von Radfahren geprägt war, stand heute das traditionelle Touristenprogramm auf dem Programm. Zum Aufwärmen ging es in eine Kirche eingebaut in Fels, die mich aus irgendeinem Grund an die Stockholmer U-Bahn erinnerte und dass obwohl alles viel kleiner und sehr eng war. Hinauf zum Denkmal der Freiheit, wo uns die starken Windböen fast in den vogelfreien Flug schickten und schlussendlich hinauf zur Burg, wo wie ich finde die rostigen Metallstrukturen grandios mit den alten Steinmauern und Fassaden kombiniert wurden – aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten.

Kombiniert wurde die Sightseeing-Tour mit reichlich kulinarischen Höhepunkten. Unterwegs aß ich einen der besten Kuchen, die ich seit langem gegessen habe und der auch nicht so schwer nach zu backen schien. Ein Traum aus Kakao-Nuss-Mürbeteig mit einer Schicht weich schmelzende Karamell, zugedeckt durch eine locker leichte Kakao-Sahnecreme. Süß und nicht zu schwer – einfach lecker.

Bevor es mit dem Nachtzug zurück in die Schweiz ging, entführten mich die beiden noch in eines der besten authentischen Restaurants in Budapest. Kéhli. Hier haben schon Woody Allen, Gojko Mitic und Arnold Schwarzenegger zu Tisch gegessen. Es war jedoch viel mehr das gute Essen als die Prestige, die uns in dieses Restaurant führte. Nach einer leckeren ungarischen Gulaschsuppe, die exakt wie die ungarischen Gulaschsuppen damals in der Schule schmeckten (da soll sich noch einer über das Essen in der Schule beschweren…), gab es Lammkeule mit ungarischen Spätzle und Feta und zum Nachtisch Schneeeier. Nie wäre mir in den Sinn gekommen, dass man aus Eiweiß noch etwas anderes gutes als Baiser machen kann. Doch so wurde das Eiweiß geschlagen, der Eischnee anschließend kurz in heißem Wasser gebadet und dann in Vanillesoße schwimmend serviert. Es war gar nicht so einfach sich ein Stück von dem Schneeei zu ergattern ohne dass es aus der Schale hoppst. Am Ende haben wir es irgendwie geschafft und ich war ausreichend gesättigt für eine lange Zugfahrt.

Um die Stadtführung zu vervollständigen und damit ich alle großen Bahnhöfe Budapests gesehen habe (Nein, ich bin keine Bahnhofsfan. Es hat sich einfach so ergeben), ging es mit der neuen U-Bahn vorbei an futuristischen U-Bahnhöfen zum alten Keleti Bahnhof. Beeindruckend hübsch und imposant, besonders am Abend.

Auf zum Nachtzug nach Zürich.

Budapest_3Grünes Budapest – Der Frühling ist schon angekommen.


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