Verfasst von: Juli. | 24. Januar 2016

Wintertraum?!

Von Schnee bedeckte Häuserdächer, die die Dörfer im Mondlicht beim Vorbeifahren mit dem Nachtzug wie ein Miniaturwinterwunderland aussehen lassen. Ein Knirschen unter den Füßen bei jedem Schritt. Sich selbst drehend mit ausgebreiteten Armen und Blick zum Himmel jede Flocke einzeln auffangen (wollen). Schneeflocken auf dem Mantel, die sich langsam in kleine Wassertropfen verflüchtigen. Sonnenstrahlen auf einer unberührten Schneefläche. Sich eingepackt von Kopf bis Fuß der Sonne zuwenden und ihre Wärme spüren. Einen Schneeball formen und treffsicher platzieren. Eiszapfen jeder Größe an einer Dachrinne. Durch den Schnee stapfen und bis zum Knie einsinken. Pulverschnee im Gesicht, eine wohltuende Abkühlung während einer langen Schneeschuhwanderung. Ein Schlittenrennen wie in einem MarioKart-Spiel. Sich unter einer kuscheligen Wollmütze verstecken. Beim Rodeln von der Bahn abkommen und mit dem Schlitten im Tiefschnee stecken bleiben. Eine Schneeballschlacht. Einen Berg hinunterrennen, sich überschlagen und mit einem Lachanfall durch den Schnee rollen bis überall weiß ist. Sich von unzähligen Kleidungsschichten befreien und sich anschließend unbeschwert und frei fühlen. Die Hände an einer Tasse mit heißer Schokolade aufwärmen und die eiskalten Füße eingehüllt in bunte selbstgestrickte Wollsocken am Ofen auftauen. Eine warme Dusche. Auf dem Fenstersims sitzen und in den sternenklaren Himmel hinausschauen während der eiskalte Wind draußen um die Häuser heult. Eisblumen, die sich auf der Fensterscheibe formen. Das erste Mal um den Vollmond herum ein Halo sehen. Vom Mondlicht angestrahlte Eiskristalle, die die Luft in einer eisigen Nacht in einen endlosglitzernden Schleier hüllen.

Durch die eiskalte Nacht und den Neuschnee tanzen.

Kein Traum, sondern Glücksmomente im Winter.

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Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut.
Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die es nicht mehr gilt.
Früher waren sie Kinder,
dann wurden sie Erwachsene,
aber was sind sie nun?
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

– Erich Kästner

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