Verfasst von: Juli. | 4. Februar 2015

Goodbye Karoo

Nach nur einer Nacht am Flughafen von CT ging es für uns gleich weiter Richtung Karoo. Das einzige was ich an diesem Tag von CT sah, war der Tafelberg von hinten, aber der sah natürlich wieder sehr vielversprechend aus. Ich verbrachte die nächsten 10 Tage in einer der wildesten Gegenden Südafrikas: die Karoo. Mitten im Nirgendwo umgeben von Hügeln und Bergkuppen (je nachdem ab wie vielen Höhenmetern man einen Berg definiert) mit Blick auf den Compassberg hatten wir ein altes Farmhaus bezogen. Kein Internet, Strom nur über einen Generator und eine warme Dusche gab es nur, wenn das Feuer rechtzeitig gezündet wurde. Die nächste Farm war gut 20-30 min Sandstrasse von uns entfernt, der nächste Ort mit Supermarkt mehr als 1,5 Stunden. Entspannung im Einklang mit der Natur. Auf dem Weg zu unserem Arbeitsgebiet trafen wir fast täglich Elenantilopen, kleine Springböcke, riesige Herden von Kuhantilopen, Schildkröten in allen Größen, verschiedenste Vögel, Paviane, hübsche Ngunis, Wildpferde, Kühe und manchmal auch ein Zebra. Wer braucht da schon eine Safari-Tour?! Die Arbeitstage begannen kurz nach dem Sonnenaufgang und endeten meist am frühen Nachmittag, weil es entweder viel zu heiß war, um sich mitten in der Sonne aufzuhalten oder weil uns ein Gewitter stoppte. Das Wetter bot ein rasantes Schauspiel erster Klasse. An manchen Tagen konnten wir das Auftürmen der Gewitterwolken während unserer Mittagspause live mitverfolgen, kurze Zeit später blitzte es im Minutentakt, der Regen prasselte hinab und wir konnten zu schauen wie sich durch das trockene Flussbett plötzlich ein reißender Strom den Weg bahnte. Zur Abwechslung von den Feldarbeiten gönnten wir uns einen Tag „Entspannung“ und kletterten den Compassberg hinauf. Mit 2502 m ist dies der höchste Berg der Sneeuberge und gleichzeitig die höchste Erhebung des südlichen Afrikas außerhalb der Drakensberge. Die Wegbeschreibung lautete etwa wie folgt: dem Feldweg folgen bis ihr an ein kleines Tor kommt, dann auf der linken Seite des Zauns immer gerade aus nach oben, links halten, aber nicht zu weit links, denn irgendwann geht es rechts hoch, immer geradeaus. Klingt doch logisch, oder? So simpel und unvorstellbar es auch klang, es ging wirlkich fast immer einfach nur geradeaus. Was mit einem steilen Berganstieg über eine Wiese mit reichlich Geröll und Steinbrocken begann, verwandelte sich schnell ins Klettern über riesige Felsbrocken und Wände, wo man sich doch irgendwann fragte, wer auf die Idee gekommen sei, diesen Weg zu erkunden. Nach entspannten 3,5 Stunden waren wir oben angekommen, bis auf den steilen Anstieg am Anfang, fand ich es nciht anstrengend, da wir die meiste Zeit mit dem Finden eines Weges beschäftigt waren. Es bot sich ein grandioser 360° Blick über die Sneeuberge und einige Farmen der Umgebung. Nach gut 10 Tagen in der Wildnis der Karoo machten wir uns wieder zurück auf den Weg in die Zivilisation. Ein kleiner Kulturschock für mich. DSC01507_1


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