Verfasst von: Juli. | 5. Mai 2014

Zuckersüß salzig

Kulinarisch haben wir auf unserer Reise so ziemlich alles getestet was uns in die Finger kam. Ganz besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Säfte, manche weil sie so unglaublich gut waren, andere weil es eher eine Qual war sie zu trinken. Tropische Fruchtsäfte werden in den meisten Restaurants aus frisch gepressten oder pürierten Früchten hergestellt. Allerdings nur so lange bis das Glas nicht zur Hälfte mit Zucker aufgefüllt wird. Indonesier mögen es gern süß und diese Leidenschaft findet sich in allen Getränken wieder: vom Instant Kaffee mit integriertem Zuckerzusatz, über zuckersüßen Schwarztee bis hin zu frischgepressten Säften mit Teelöffeln voll Zucker. Bäh. Das zerstört doch komplette die natürlichen Aromen. Man könnte sagen indonesisches Gastfreundschaft lässt sich am Zuckergehalt der Getränke messen.😉 Komisch und ungläubig wurden wir angeschaut, wenn wir nach einem Saft ohne Zucker verlangten. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob sie uns teilweise nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollten, und statt keinem Zucker, noch viel mehr drin war. Manchmal haben unsere Indonesisch Kenntnisse jedoch ausgereicht und wir bekamen unser Getränk ohne Zucker, aber das hätte ruhig noch etwas öfter funktionieren können.

Den mit Abstand ekligsten Saft gab es am Flughafen in Bali. Jeder der nicht auf kulinarische Geschmacksirritationen steht, sollte von einem Plum-Ambra-Saft jedoch die Finger lassen. Es war eine Mischung aus grasig grünem Geschmack mit Zucker und gerade wenn man sich an den Geschmack irgendwie gewöhnt hatte, wurde es eklig salzig. Mir hat ein Schluck von diesem Gebräu gereicht, leer ist das Glas nie geworden. Am Boden schwamm etwas undefinierbares braungraues herum, ein bisschen wie eine kleine Walnuss aussehend. Ein paar Wochen später, den Plum-Ambra-Saft schon fast vergessen, tranken wir erneut einen Saft mit sauer-salzigem Abgang. Am Boden wieder dieses undefinierbare Etwas. Die Neugier hatte uns gepackt und beim Bezahlen fragten wir nach was das denn sei. Eine süßsauersalzig eingelegte getrocknete Pflaume! Bäh! Von dem Zeitpunkt an bestellten wir sicherheitshalber immer Säfte ohne Pflaume (auch Asam, sui-boey).

Falls jemand Lust hat das Gebräu zu testen, hier die Anleitung für den Eigenbedarf.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: