Verfasst von: Juli. | 20. November 2013

Auf leisen Sohlen…

Über Nacht ist er gekommen, auf leisen Sohlen ganz unerwartet – der Winter in seiner vollen Schönheit, wenn auch bisher nicht in ein weißes Kleid gehüllt. Das bunte Herbstlaub ist verschwunden, die Felder, Wiesen und Bäume stattdessen mit weißem Reif bedeckt. Die Welt war noch so verschlafen, fast als wäre sie erstarrt. Wir fuhren vorbei an Feldern die noch unter Nebelschwaden verdeckt waren, und so langsam erkämpfte sich die Sonne ein Plätzchen am rosablauen Himmel. Sie erfüllte den Horizont mit warmen Licht und ließ die Felder glitzern und glänzen. Ich wollte trotz der Müdigkeit die Augen nicht schließen und sog die Bilder in mich auf. Einfach den Moment genießen und die Erinnerungen an den vergangenen schönen langen weißen kalten schwedischen Winter wieder aufwachen lassen, bis die Erkenntnis kommt, dass der Winter trotz der tiefen Temperaturen einfach die faszinierendste und wahrscheinlich die schönste Jahreszeit ist.

Am frühen Morgen zur Feldarbeit zu fahren, hat auf jeden Fall auch gute Seiten: Ich konnte den Winter auf frischer Tat ertappen. Ich sollte öfter so früh aufstehen und einen verschlafenen Wintermorgen draußen genießen. Wer weiß schon, wie der Rest meines Winters aussehen wird, mit Sicherheit leider nicht schwedisch.


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