Verfasst von: Juli. | 19. Mai 2013

Ein Wochenende am Meer (Tag 248-49)

Eigentlich wollte ich über das Wochenende in den Süden zur Insel Gotland, aber da hier in Schweden der freie Pfingstmontag vor ein paar Jahren abgeschafft wurde, hatten sich meine Reisepläne ganz schnell erledigt. Trotzdem wollte ich irgendwie raus aus Uppsala. Durch Zufall habe ich dann ganz spontan noch Freitagabend einen Platz im Auto für einen Klettertrip nach Sundsvall, 3 Stunden Autofahrt in Richtung Norden, ergattert. Eine bessere Entscheidung hätte ich an diesem Wochenende nicht treffen können, denn während es in Uppsala bewölkt war und teilweise geregnet hat, gab es in Sundsvall strahlend blauen Himmel, Sonnenschein und ca. 20°C. Die Felswand, an der auch ich mich mal wieder beim Klettern versuchte, lag einsam und verlassen genau am Meer. Nachdem ich vorerst genug vom Klettern hatte bzw. meinen Sicherer auch nicht immer eine halbe Stunden lang warten lassen wollte, weil ich einfach nicht weitergekommen bin, habe ich es mir auf den Steinen gemütlich gemacht, in der Sonne entspannt und gelesen. Abends ging es neben der Felswand hoch zur Windhütte, wo wir übernachtet haben. Natürlich wurde vorher gegrillt und der endlos lange Sonnenuntergang beobachtet. Dunkel wurde es in der Nacht nicht wirklich und um 5:30 hat uns die Sonne schon voll ins Gesicht geschienen. Kein Wunder, dass niemand mehr schlafen konnte und wir dann am Sonntag schon um 7 Uhr aufgestanden sind. Nach kurzem Zögern entschieden wir uns für einen morgendliches Erfrischungsbad in der Ostsee. Bei 9°C Wassertemperatur haben wir es nicht allzu lange darin ausgehalten, aber wach waren wir danach auf jeden Fall und die Sonne hat uns schnell wieder aufgewärmt. Dann gab es Frühstück und während die anderen sich schon zum Klettern aufmachten, habe ich ein bisschen den Wald und die Küste erkundet und natürlich Fotos gemacht. Danach wurde noch ein bisschen geklettert und gelesen und dann war der Kurzurlaub auch leider schon wieder vorbei.

Ich muss zugeben, dass ich Klettern draußen viel besser als in der Halle finde. Auch wenn die Felswand für mich auf den ersten Blick überall gleich aussah und ich mich gefragt habe, wie man da überhaupt wenigstens ein bisschen hochklettern kann. Aber ganz nah vor den Augen sieht man dann hier einen kleinen Vorsprung, dort einen größeren Risse oder eine kleine Delle. Im Vergleich zur Halle (wo ich zugegebenermaßen schon leider Jahre lang nicht mehr war) musste ich viel mehr denken und ausprobieren, mir selbst einen Weg an der Wand entlang suchen und finden, während ich in der Halle irgendwie immer mehr oder weniger den Griffen folge. Ach könnte doch nur jedes Wochenende so entspannt sein…

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Idylle am Meer

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