Verfasst von: Juli. | 28. August 2012

Hej då! (Tag 0)

Es geht wieder los – dieses Mal nach Schweden, genauergesagt Uppsala.

Die wichtigsten Dinge zusammen zu packen und dabei nichts zu vergessen ist immer wieder eine Herausforderung, doch dieses Mal kam auch noch das Fahrrad hinzu. Ohne Rad in Uppsala ist wie ohne Rad in Kopenhagen – beides ist für Studenten unmöglich. Da die Preise für gebrauchte Räder hier im Durchschnitt besonders zum Semesterbeginn sehr hoch liegen (ca. 700-800 SEK = 83-95 €), und bei Norwegian Air eine Fahrradmitnahme sehr günstig ist, habe ich mich entschieden mein Rad von zu Hause mitzunehmen. Außerdem würde mein geliebter grüner Flitzer ja sonst nur im Keller versauern und so bekommt er wenigstens auch die Chance etwas von Schweden zu sehen.

Die Röntgenröhre am Flughafen war jedoch nur die erste Herausforderung für meinen Drahtesel, denn diese ist definitiv nicht auf Fahrräder zugeschnitten. Doch mit etwas Geschick und Feingefühl passte es hindurch, auch wenn das Bild auf dem Computer total verzogen war. Das weitaus größere Problem stellte der Transport meines Rades inklusive mir und meinem Gepäck vom Flughafen nach Uppsala dar, denn in Schweden ist die Fahrradmitnahme sowohl in Zügen als auch in Bussen verboten. Sollte ich also vielleicht mit Rad & Gepäack nach Uppsala radeln? Innerlich hatte ich mich schon darauf eingestellt und mich sogar darauf gefreut gleich etwas von der Natur sehen zu können, doch mit meinem Gepäck wäre diese 30km Tour wohl eher eine Tortur gewesen. Doch kurz vor Mitternacht konnte mich auch der Busfahrer nicht einfach ohne ein schlechtes Gewissen stehen lassen und erklärte sich nach anfänglichem Zögern dazu bereit meint Rad irgendwie in seinen Bus zu quetschen. Wir haben es dann hochkannt gestellt und ich musste es die ganze Zeit festhalten. Ich war sehr begeistert von der schwedischen Freundlichkeit, die ich gleich in der ersten Nacht genießen konnte.

Mein Rad hat den Flug fast unbeschadet überstanden. Der Sattel hat einen Riss mehr und die Klingel war total verbogen und unbrauchbar, aber der Rest blieb heil.

Kreative Verpackung. Zum Schluss noch den Karton darüber, befestigen und fertig ist das Meisterwerk.


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