Verfasst von: Juli. | 2. Februar 2011

Minibusgeschichten I

Kontakt mit der Polizei hatte ich innerhalb meiner Zeit in Südafrika glücklicherweise wenig, dennoch gab es eine sehr lustig Begegnung als wir mit dem Minibus von der Polizei angehalten wurden. Unser Fahrer wollte uns etwas gutes tun und extra die Straße direkt am Atlantik entlang nehmen und als er so plötzlich um die Kurve fuhr wurden wir auch schon angehalten. Nein, wir waren nicht überbesetzt. Es war viel mehr eine Routinekontrolle. Fahrzeugpapiere, Fahrerlaubnis und Genehmigung, dass er als Personenbeförderer unterwegs sein darf, mussten vorgezeigt werden. Danach ging es weiter auf der Suche nach einem Feuerlöscher. Es gab sogar einen, nur leider war der unter der Sitzbank versteckt, sodass diese im Notfall erst hochgeklappt werden musste. Ehrlich gesagt hatte ich in keinem der Minibusse überhaupt jemals einen Feuerlöscher gesehen, geschweige denn bin ich davon ausgegangen, dass einer mitgeführt werden muss. So langsam verging ihm das Lachen, denn er ahnte wohl schon, dass es mit einer satten Geldstrafe enden würde. Das Problem: ein Feuerlöscher war zwar vorhanden, doch leider funktionsunfähig, weil leer. Wie im so langsam die Knie immer mehr schlotterten, konnten wenigstens wir Passagiere uns köstlichst amüsieren über die Polizisten und unseren Fahrer, der immer noch verzweifelt versuchte lustige Sprüche zu klopfen. Nachdem ein paar Papiere ausgefüllt wurden, konnten wir die Fahrt fortsetzen. Das Gaspedal wurde angetreten und dann sprang doch nochmal ein Polizist vor den Wagen – anschnallen bitte. Ein breites Grinsen machte sich im Gesicht unseres Fahrers breit und locker griff er zum Gurt – zerrte und zerrte, doch nichts geschah. Natürlich war der auch funktionslos und hing nur noch als Attrappe herum, wohingegen er beim Beifahrer sogar einfach abgeschnitten worden war. Ach was haben wir gelacht und damit gerechnet jetzt noch mehr Zeit dort wartend verbringen zu müssen. Aber ein bisschen Mitleid hatte die Polizei wohl auch und ließ uns weiterfahren ohne ihm sein ganzes Geld so kurz vor Weihnachten abzuknöpfen.


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