Verfasst von: Juli. | 18. Dezember 2010

Schöne Sommerzeit! (Tag 144-152)

 

Und schon wieder ist eine Woche vergangen. Eine Woche mehr hier im warmen Afrika, eine Woche weniger bis es nach Hause ins Schneeparadies geht.

Ich habe versucht jede Minute der Sommerzeit hier zu genießen. Wir waren Erdbeeren pflücken – jeder hatte mindestens 1,5 kg – und essen, haben Picknick gemacht, ein wunderbares Sommerkonzert von „Freshlyground“ – die haben mit Shakira diesen „Waka! Waka!“ Song gemacht, aber ihre eigene Musik ist viel besser als dieses nervige Fussballlied – in Kirstenbosch genossen. Ich war mal wieder Schwimmen im UCT-Pool und es war sogar angenehm warm, jetzt wo sie das Wasser heizen.

Nebenbei bin ich durch die Museen gestöbert: South African National Museum, wo eine ganze Menge von den Dingen, die in meinen Vorlesungen behandelt wurden, ebenfalls thematisiert wurden. Viviparity. Ovoviviparity. Mollusca. Cephalopoda. Bivalvia. Gill nets… National Gallery, die mich fast verrückt gemacht hätte. Ein Großteil der Ausstellung bestand aus Fotos, viele Schwarzweiß und fast jedes zeigte Armut und Elend. Zerstörte Häuser, tote Menschen, Obdachlose, halbverhungerte Tiere, Dreck… Irgendwann habe ich mich gefragt, ob es auf diesem Kontinent denn nichts Schönes gibt, was Künstler darstellen wollen. Vielleicht benutzen sie die Kunst allerdings auch nur, um andere wachzurütteln, um auf die Zustände hier hinzuweisen. Ich weiß es nicht. District 6 Museum, in dem die Geschichte eines Stadtteils, der ursprünglich von Händlern, Künstlern, freigelassenen Sklaven und Arbeitern bewohnt wurde, doch plötzlich im Zuge der Rassentrennung in den 60iger Jahren als „weiße Zone“ erklärt wurde, erklärt wird. Und zu guter Letzt noch das Bo-Kaap Museum, das sich mit der Geschichte eines muslimischen Viertels in Kapstadt beschäftigt.

Donnerstag stand dann die Zeugnisvergabe meiner Mitstudentin auf dem Plan – ab jetzt sind sie alle frisch gebackene Bachelor of Science. Wir waren gemeinsam die Robe abholen, die sie dafür tragen mussten, haben lecker vom Buffet geschlemmt und waren gemeinsam aus.

Und endlich hatte ich dann auch mein erstes vorweihnachtliches Erlebnis, als ich einen Salat mit Halloumi und kandiderten Erdnüssen aß. Super Kombination, fast wie auf dem Weihnachtsmarkt.

Gestern hieß es dann wieder einmal Abschied nehmen. Bye Dom! Bye Chris! Bye Vera! Bye Steff! Es war schön euch kennengelernt zu haben und ich hoffe wir sehen uns irgendwann wieder.

Gleich mache ich mich auf den Weg zum Flughafen, meine Mama abholen und dann heißt e die letzten 10 Tage hier genießen. Sie werden wahrscheinlich wie im Fluge vergehen.

Bis bald!


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