Verfasst von: Juli. | 8. Dezember 2010

Rückreise über Palapye (Tag 134) und Jo’burg (Tag 135-136) bis nach Kapstadt (Tag 137)

So, meine große Reise ist zu Ende, statt mit Norman und Siziba wieter bis nach Nairobi zu fahren, ging es für mich mit einem neuen Truck, Elroy und Johannes wieder zurück nach Südafrika. Diese Fahrt ist nur ein Transfer von den Victoriafällen über Botsuana bis hin nach Johannesburg (da manche Leute da von dort aus eine Tour in den Krüger National Park beginnen) und besteht eigentlich nur aus Fahren! Bäh! Den ersten Tag hat es dann auch fast nur geregnet und ich konnte die Fahrt durch Botsuana leider gar nicht mehr richtig genießen. Wir übernachteten in Palapye, einem kleinen Ort unweit der Grenze nach Südafrika. Eigentlich ein sehr begehrter Campingplatz, aufgrund des Regens stand es aber halb unter Wasser und die meisten Urlauber hatten sich in ihrem Hütten oder Zelten verkrochen.

Der nächste Tag war um einiges sonniger und um die Hitze noch mehr genießen zu können, mussten wir anhalten, weil ein Reifen geplatzt war. Reifenwechsel in der brütenden Mittagssonne – ein schweißtreibender Kraftakt, den die Jungs aber doch recht schnell bewältigten. Als wir uns Johannesburg näherten, merkte ich was mir die ganzen Wochen nicht gefehlt hatte. Ich wollte nicht wieder in die Zivilisation zurück, stattdessen viel mehr einfach tagelang durch die endlosen Weiten des Landes fahren – einfach die Natur genießen. Mich nicht in einem Labyrinth aus Häusern in dieser Stadt befinden. Doch die Tour war vorbei, so wie alles irgendwann ein Ende hat und irgendwie würde ich mich hoffentlich wieder an die Enge in Städten gewöhnen.

Den nächsten Tag verbrachte ich nur damit auf mein Busticket zu warten, obwohl ich mir viel lieber wenigstens noch irgendwas in Johannesburg oder Soweto angeguckt hätte. Das Taxi, dass mich zum Bahnhof brachte, musste plötzlich mitten auf der Autobahn anhalten, weil es aus der Motorhaube qualmte – die Wasserkühlung nicht geschlossen. Als wir so durch die Stadt fuhren, sah ich nicht eine weiße Person, nicht einmal eine coloured Menschen, nur Schwarze. Komisches Gefühl. Da waren wir wieder – mitten in Südafrika. Zahlreiche Menschen lagen mitten am Tag schlafend am Straßenrand, in keinem anderen Land hatte ich das in den vergangenen Wochen gesehen und vor der erhöhten Kriminalität wurde ich auch gleich gewarnt und sollte den Bahnhof nicht mehr verlassen, bevor mein Bus kam. Also lief ich umher, zwischen Menschen und Menschen und Menschenmassen und wartete. 2 Stunden später saß ich im Bus, erlebte mit meinen Sitznachbarn die merkwürdigste Busfahrt meines Lebens und war froh nach 19 Stunden Fahrt endlich wieder in Kapstadt zu sein. Schon als wir uns so die letzten Kilometer durch die Berge schlängelten, fühlte ich mich wieder heimisch.

Cape Town – I missed you!


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