Verfasst von: Juli. | 5. Dezember 2010

Sossusvlei Dunes & Namib & Naukluft National Park (Tag 118)

Tag 5 der Tour war unbestritten der anstrengendste während der ganzen Reise. Ohne Frühstück ging es morgens um 5 mit der Mama los, um pünktlich zum Sonnenaufgang bei Düne 45 zu sein. Mit Vollspeed über die Holperstraßen und dann gab es endlich das erste Mal den typisch roten Namib-Sand zu sehen. Wir hatten die Dünen erreicht! Fertig machen für den morgendlichen Aufstieg und los ging es. Ich weiß nicht so recht, was anstrengender ist: Oderturmlauf oder Dünen erklimmen. Aber ich glaube es nimmt sich beides nicht viel, außer das der Sprint den Oderturm hinauf viel schneller vorbei ist. Wir liefen und liefen, versunken im Sand, liefen weiter, rutschen ein Stück hinab und in den Schuhen wurde der Platz immer weniger, da der Sand mit unseren Füßen konkurrierte. Das Atmen wich einem Hecheln und Keuchen und die Lunge begann zu brennen. Nach und nach teilte sich die Gruppe, einige machten auf der Hälfte halt, um sich auszuruhen und plötzlich war ich ganz vorne. Schritt um Schritt, so nah wie möglich an der Kante der Düne, um ein abrutschen zu verhindern. Doch das Laufen im vorher noch unberührten Sand war noch 3 Mal anstrengender als in Fußstapfen zu treten, sodass ich froh war als endlich ein Verrückter von hinten hoch gesprintet kam, um der Erste auf dem „Gipfel“ zu sein. Oben angekommen war der Ausblick einfach wunderschön. Dünen zu allen Seiten und ganz unten ein paar kleine Menschen, die den Aufstieg noch vor sich hatten oder Frühstück für die hungrigen Mäuler vorbereiteten. Wir setzen uns hin und sahen der Sonne zu, während ich meine Füße im warmen Namib-Sand vergrub. Ich wollte nie wieder aufstehen.

Schöner Ausblick und schon zu dieser Tageszeit konnte ich Siziba zu stimmen, der gesagt hatte, dieser Tag könnte vielleicht einer der schönsten in unserem Leben werden. Definitiv! Definitv!

 

Bild des Tages: Dune 45 geziert von Fußstapfen

Nach dem Frühstück umgeben vom roten Namib-Sand ging es zu einer Wüstenwanderung noch weiter in die Namib hinein. Es war gerade einmal 10 Uhr morgens und mittlerweile war das Thermometer auf 40°C hochgeklettert und wir versuchten mit unserem Führer, der so federleicht über den Sand hinweg rannte, Schritt zu halten. Natürlich erfolglos! Nach einigem Laufen kamen wir bei mehreren Sossusvleis an, beige Salz-Ton-Pfannen umschlossen von Namib-Dünen, die wahrscheinlich in jedem Namibia-Reiseführer zu finden sind.

Nach gefühltem endlosen hin und herlaufen, ging es zurück zum Camp. Zelte abbauen, Mittag vorbereiten und essen und weiter zur nächsten Attraktion: ein Abstieg in den Sesriem Canyon. Noch mehr Hitze, kein Wind, hohe Gesteinswände und ganz am Ende eine kleine Pfütze. Nach guten Regenfällen wird der Canyon wohl zum Schwimmen genutzt.

Wer dann noch nicht total von der Hitze platt gemacht wurde, konnte auf dem nächsten Campingplatz mit den einheimischen Arbeitern Fussball spielen. Endstand: 2:2, wobei das „Mama“-Team zu einem Großteil von Einheimischen unterstützt wurde.

Zur Krönung des Tages gab es einen schönen Sommerregenschauer. Die perfekte Abkühlung – wunderbar!


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