Verfasst von: Juli. | 24. Oktober 2010

Mal wieder was zum Lesen… (Tag 96-99)

Um mal eine kleine Pause vom Lernen einzulegen und mich kreativeren Sachen zu widmen, kommt hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Tage.

Seit fast einer Woche hängt folgende Erinnerung an unserer Küchenwand. Letztes Wochenende sah die Küche nämlich mal wieder 2 Tage wie ein Saustall aus und das nur weil manche Leute einfach ihr Zeug nicht gleich abwaschen/abtrocknen/wegräumen/wegschmeißen, dann vergessen sie es und dann steht es halt einfach herum und nach zwei Tagen regen sie sich nur noch über das Chaos auf und wissen nicht einmal mehr, dass sie es selbst mit verursacht haben. Am schlimmsten ist es eigentlich wenn alles voll Krümeln oder Abfallresten ist und man nicht einmal mehr einen halben Quadratmeter hat, um sich Essen zu zubereiten. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was so schwer daran ist einfach schnell alle Krümel und Reste zu beseitigen wenn man fertig ist. Dann gibt es ja noch die Mülltonne, die von manchen Leuten garantiert noch nie entleert wurde, während es andere immer machen. Zitat als der Mülleimer mal wieder aus allen Nähten platze und der Abfall dann einfach in einer kleinen Tüte daneben gelegt wurde: „Hm, der Müll ist auch schon wieder voll. Naja, den können die Jungs raus bringen, die machen ja sonst nichts.“

Liana hat das ganze Chaos so angekotzt, dass sie diesen Erinnerungszettel verfasst hat. Eigentlich traurig, dass Zwanzigjährige noch an so simple Sachen erinnert werden müssen… Bis jetzt hängt der Zettel noch und es sieht auch noch relativ ordentlich aus. Ich glaube unsere Putzfrau wird sich Montag wundern, dass es nicht so chaotisch wie sonst ist, obwohl um das alte Chaos wieder herzustellen bleibt ja noch ein bisschen Zeit. Ich hoffe aber besser, dass es nicht wieder so schlimm aussehen wird.

Freitagmorgen: „Derek Van Dam, eTV’s sexy weather forecaster…“

Die letzte Klimatologie-Vorlesung sollte noch einmal einen krönenden Abschluss finden. Es wurden nicht nur die Sieger unserer Wettervorhersage vom Wochenende gekürt – ich war es nicht, aber habe immerhin besser abgeschnitten, als ich gedacht hätte – , sondern wir hatten auch einen speziellen Gastvortragenden. Ich kam wieder einmal zwei Minuten zu spät und wunderte mich nur, wer dieser junge Typ mit Hemd und Krawatte da vorne war und warum irgendwie alle total begeistert waren und das an einem Freitag um 8 Uhr morgens.

Steff & Derek

Dann flüsterte Steff mir nur zu „ Das ist Derek van Dam! Kennst du den?“
„Derek – wer?“
„Na Derek, der Typ von eTV… (immer noch Fragezeichen über meinem Kopf)… der moderiert doch immer das Wetter im Fernsehen!“
„Achso eTv… Derek…“

Ich weiß nicht einmal, ob wir diesen Sender mit unserem Fernseher empfangen… Aber das werde ich in den nächsten Tagen vielleicht einmal herausfinden. Ich schaute durch die Reihen und irgendwie guckten ihn alle nur mit schmachtenden Blicken an. Steff hat mir später erzählt, dass sie und ihre Schwester Derek immer angehimmelt haben, wenn sie ihn im Fernsehen gesehen haben. Ich frage mich gerade, wie viele kleine Mädchen den Herrn Kachelmann immer angehimmelt haben und ob es sich auch alle so freuen würden, wenn der eine Gastvorlesung halten würde… Aber okay, das ist ein anderes Thema.

Derek lieferte uns also einen kurzen Einblick in seine Arbeit, das Wetterkartenlesen (was wir auch ohne ihn genauso gut gelernt haben, denn er hatte für letzten Sonntag auch keine Temperaturen von annähernd 30 °C vorausgesagt) und Wetterberichterstellen. Und er zeigte uns diese super Software mit der sie die Berichte erstellen und mit der man die Erde einfach so hin- und herschieben, drehen, wenden, auf den Kopf stellen, hinein- und herauszoomen kann… genauso wie bei „Inception“.

Am Ende wurden dann noch Fotos gemacht und Autogramme geholt.

(PS: Und nein, Derek van Dam ist nicht mit Jean-Claude van Damme verwandt, wird ja auch ganz anders geschrieben.)

Freitagabend: „Hussar Grill“

Das fast-Ende der Vorlesungen (nur noch Montag und Dienstag – dann ist es überstanden) feierten wir beim „Hussar Grill“, ein Restaurant keine 50 Meter von uns entfernt an der Straßenecke. Schon seit meinen ersten Tagen hier bin ich dort fast täglich vorbei gekommen, habe leckere Sachen gerochen oder versucht einen Blick auf die Teller der Leute zu erhaschen und der Aufsteller draußen, der für „Chocolate Chili Filet“ warb, hat mich jedes Mal hungrig und neugierig gemacht. Mittlerweile haben sie ihre Aufschrift geändert, aber mein Hähnchen mit Chili und Bitterschokoladensauce habe ich trotzdem noch bekommen. Das war wahrscheinliche das erste Mal, dass ich schon bevor ich das Restaurant überhaupt betreten habe, gewusste habe, was ich essen möchte. Innerlich habe ich nur gehofft, dass es auch auf ihrer regulären Karte steht und nicht vor 2 Monaten einfach nur ein Spezialangebot war. Nein, meinen Geschmacksnerven geht es immer noch gut, aber mittlerweile solltet ihr eigentlich wissen, dass ich gern mal experimentelle kulinarische Dinge probiere. Zum Nachtisch gab es dann noch ein Drittel Käsekuchen (in einem Martiniglas serviert!), weil der so gehaltvoll war, dass Yannic, den nicht allein geschafft hat. Fazit: Wieder einmal lecker!

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