Verfasst von: Juli. | 7. September 2010

Als Tourist die Stadt entdecken (Tag 52)

Auch obwohl ich jetzt schon fast zwei Monate hier bin, ist das noch nicht lange genug, um sich nicht manchmal wie ein Tourst zu benehmen, aber Fotos kann ich einfach nie genug machen. Also Rucksack gepackt und auf in die Stadt. Ich entschied mich für eine Laufroute (am Ende waren es mindestens 10 km) die zunächst quer durch die Innenstadt und am Ende abseits der ganzen Touristenströme auf dem Fanwalk (wo nicht einmal ein einziger Fussballfan zu sehen war) am Greenpoint-Stadion vorbei zur „Three Anchor Bay“ führte. Dort angekommen hatte ich ein bisschen das Gefühl als wäre ich in einer anderen Stadt. Ich schätze Mal in diesem Viertel sind die Mieten nicht gerade günstig. Es erinnerte mich an unsere ersten Spaziergänge in Hastings: auf der einen Seite rauschte das Meer, dann ein breiter Rasenstreifen und eine viel befahrene Straße, dahinter Häuser am Straßenrand. Nur diese hatten nicht im entferntesten Ähnlichkeit mit denen in Endland. Sie wirkten viel mehr wie die großen weißen Hotelkomplexe, die man immer in den Urlaubskatalogen sieht. Trotz der Hauptstraße und der aufbrausenden See strahlte dieser Ort einfach unglaublich viel Ruhe im Gegensatz zur Innenstadt aus. Kaum Touristen, keine Straßenhändler. Verschiedenste Vögel wanderten einfach so auf dem Rasen herum und ließen sich weder von Hunden noch von Joggern stören. Ich genoss das Rauschen der Wellen bevor ich mich wieder auf den Weg in Richtung Innenstadt aufmachte, vorbei am Mouille Point (die umliegenden Häuser sind größer als der Leuchtturm dort), am Stadion, willkommen an der Waterfront. Kaum zu glauben, dass ich hier das letzte Mal an meinem ersten Tag hier in Kapstadt war, dabei ist der Hafen so schön. Das Einkaufszentrum nebenan lohnt sich zumindest für meinen Geldbeutel größtenteils nicht, irgendwann habe ich mich zwischen Gucci und Prada wiedergefunden, und fast nebenan gab es die guten Birkenstock Schuhe.

Nachdem ich also genügend durch die Gegend geschlendert bin und meine Kamera oft genug gezückt hatte, machte ich mich wieder auf den Rückweg, vorbei am Uhrenturm, der Robbenkolonie (war aber leider keine einzige Robbe zu sehen) und dem Riesenrad der Excellence. Ich habe keine Ahnung, warum sie das so genannt haben. Auf dem Rückweg zeigte das Minibus-Taxi mir eine ganz neue Seite. Eine Frau hatte ihren Bus verpasst, so machten wir uns auf die Überholjagd und ohne die Verkehrsregeln großartig zu verletzen (eine dritte Spur auf einer zweispurigen Straße zu eröffnen, zähle ich mal nicht dazu, denn das macht hier sowieso fast jeder), hatten wir den Bus am Ende eingeholt und sie konnte gemütlich umsteigen.


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