Verfasst von: Juli. | 21. Juli 2010

Township (Tag 6)

Neben mehr Vorträgen zur Bibliothek und dem Computer System hier, wo die Internetnutzung natürlich auch wieder limitiert ist (400 MB pro Monat), bin ich heute in ein richtiges Township gefahren. Schon vom Flugzeug aus habe ich gesehen, dass es riesig ist, aber so aus nächstes Nähe sah es noch größer aus. Wellblechhütten bis zum Horizont, einfach überall. Außen herum war es eingezäunt mit Holzzäunen, Blechen oder Ziegelmauern. An der Hauptstraße gab es sogar verschiedene Shops, auch ein Frisör (Ghetto Hair Salon) und Schuhmacher. Doch am meisten hat mich das Baukastensystem für die Häuser erschreckt. Aufgereiht an der Straße lagen sämtliche Teile, die nötig sind, um ein Haus zu bauen. Wellbleche in verschiedensten Farben und Größen, halbe Holzzäune, Türen: groß, klein, rot, grün, aus einfachem Holz oder verziert, Fensterrahmen mit und ohne Scheiben, verziert, bemalt, Waschbecken in verschiedensten Größen, Toilettenbecken, Ziegel Autoreifen, um die Dächer zu beschweren. Alles fein nebeneinander aufgereiht und es ist unglaublich, dass sie sich aus diesen Dingen ein Haus zusammen schustern. Die Menschen waren alle sehr freundlich dort. Wir haben Halt gemacht, um uns Projekte von SHAWCO (weiß gerade nicht mehr, für was die Abkürzung steht) an zu sehen. Sie bieten verschiedene Bildungsmöglichkeiten dort an. Es gibt Projekte für Erwachsene, in denen sie lernen, wie sie mit einem Computer um gehen, wie sie einen Lebenslauf schreiben, sich um einen Job bewerben können oder wie sie ihre eigene „Firma“ gründen können. Für die Kinder werden die verschiedensten Bildungsmöglichkeiten angeboten, das Angebot reicht von Mathe-, Englisch- oder Geografieunterricht bis hin zu Sportkursen, wie Fussball oder Rubgy. Vielleicht melde ich mich auch dafür an und lerne so die Menschen dort mehr kennen. Ich glaube es ist eine einzigartige Erfahrung und vielleicht habe ich später nie wieder die Chance dazu. Gerade in den Unterrichtsprojekten sind es meist nur 2-5 Schüler für die man verantwortlich ist, denen man einmal in der Woche versucht etwas beizubringen und die man näher kennenlernt. Doch bevor ich mich entscheide, werde ich nächste Woche erst einmal prüfen, welche Projekte es genau gibt und wie voll mein Stundenplan sein wird.


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