Verfasst von: Juli. | 18. Juli 2010

Peninsula-Tour (Tag 3)

Heute stand also die große von der UCT für alle Austauschstudenten, und das sind eine Menge, denn wir haben 11 große Reisebusse gefüllt, organisierte Tour rund um die Kap-Halbinsel (Peninsula) auf dem Programm. Zuerst ging es quer durch die Stadt, die Innenstadt ist eigentlich nicht sehr groß, hat aber einige Ecken und Gebäude, die ich mir noch einmal genauer angucken werde. Dann ging es weiter zum ersten Zwischenstopp in der Camps Bay von der wir einen wunderschönen Ausblick auf die 12 Aposteln genießen konnten. Die vielen Menschen haben zwar irgendwie die Ruhe gestört, sodass man kaum das Wellenrauschen genießen konnte, aber der Ausblick auf die Berge war großartig. Dann ging es weiter südlich zu The Boulders, wo es die afrikanischen Pinguinkolonien zu bestaunen gab. Diese Arten sind recht klein, werden maximal 50 cm groß, aber laufen genauso lustig, wie die großen. Ich war etwas überrascht, dass sie sich von der riesigen Menschenmasse überhaupt nicht stören lassen haben und ganz nah heran gekommen sind. Die sind wahrscheinlich auch schon an die ganzen Touristen gewöhnt oder vollkommen verstört, aber niedlich waren sie trotzdem. Dann ging es weiter in das Township „Ocean View“. Dort haben die Bewohner für uns Mittag gekocht und im Anschluss daran gab es ein bunte Show mit Musik, Tanz, Gesang.

(@Ken: Falls du das liest, da war das farbige Gegenstück zu dir. Der hat eine prima Show geliefert)

Ich bin also schon das erste Mal in den Genuß von typisch afrikanischem Essen gekommen. Es war eine Mischung aus Reis und Kartoffeln mit Schweinefleisch und teils auch Knochen, alles aus einem Topf und dazu Möhren oder Zwiebelsalat mit Tomaten und Paprika und Chips. Der Zwiebelsalat war sehr sauer und der Rest der Hauptspeise mit einem Gewürz gewürzt, dass nicht meiner Geschmacksrichtung entsprach, so habe ich mich auf den Nachtisch konzentriert. Der war großartig! Kleine Blätterteigküchlein mit Obst und Sahnecreme, Mini-Berliner mit Sahne und noch eine Menge anderes Gebäck. Die Township-Tour an sich hat mich jedoch ein bisschen zwiespältig gestimmt. Es war kein Township, so wie ich es mir vorgestellt habe, mit Lehm- oder Wellblechhütten, sondern sogar mehrstöckigen Betonhäusern. Ich glaube das ist eigentlich nur noch auf Touristen ausgelegt. Sie haben von vielen Projekten für Waisen, Schulkinder oder auch einfach nur Freizeitbeschäftigung erzählt und wie sie sich dadurch entwickelt haben. Einige von ihnen waren wohl sogar schon in Deutschland zu einem Breakdance-Wettbewerb oder auch auf den Kanaren. Da habe ich mich dann gefragt, wie sie das finanziert haben. Ich vermute, Ocean View ist sehr auf Touristen ausgelegt, da war gar nichts traditionelles mehr. Zumindest haben wir davon nichts gesehen. Ich finde es gut, wenn sie sich weiter entwickeln, natürlich würde ich auch nicht gern in einem Township wohnen, aber es war wahrscheinlich einfach nicht das was ich erwartet habe. Fast alle Amerikaner waren begeistert, aber es gab auch ein paar Leute, die eher weniger begeistert waren, so wie ich. Danach ging es jedenfalls weiter zum Table Mountain National Park. Wir haben Halt am Cape Point, dem südwestlichsten Punkt Afrikas gemacht, aber leider hatten wir keine Zeit direkt zum Cape Point zu laufen, sondern sind nur kurz zum 2. ältesten Leuchtturm hoch gesprintet. Die Aussicht war großartig. Ich hoffe ich habe noch einmal die Chance dorthin zurück zu kehren und auch eine kleine Wanderung zum Cape Point zu machen.

Dann wurde es auch schon wieder dunkel (gegen 6 ist es fast stockduster) und es ging wieder zurück. Johann und ich haben festgestellt, dass ich zwar einen relativ schönen Ausblick, aber sonst ein blödes Zimmer habe. Keine Heizung und kein Licht, aber deswegen hat er mir jetzt seine Tischlampe geliehen. Also ein kleiner Lichtblick, neben den vielen anderen an diesem Tag.

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Responses

  1. Hehe, danke 😀

    Naja, es gibt halt doch irgendwie immer 2 Leute von jemandem… 😛
    aber ich hoffe, der ersetzt mich nich…

  2. du arme, keine heizung bei den temperaturen.. aber schön, so ausführlich von dir zu lesen! schön, dass es dir gut geht!
    ich will pinguinbilder sehen! (:

  3. ach Krenzi, durch das Kochbuch solltest du doch wissen, was dich da so erwarten kann…du solltest doch deine Geschmacksnerven vorbereiten:D
    Ich möchte endlich Fotos sehen, so begeistert wie du klingst ist es sicherlich wunderschön und kommt nicht mal annähernd in den Bildern so gut rüber

  4. Ja, Bilder gibt es vll nächste Woche. Dann kann ich die 400 MB für die paar Tage des Monats noch voll ausnutzen. 🙂

  5. […] The busiest day of the year was July 19th with 120 views. The most popular post that day was Peninsula-Tour (Tag 3). […]


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